Geschichte der Frauenhilfe

110 Jahre Frauenhilfe in der Dreifaltigkeitsgemeinde waren Anlass zu einem festlichen Dankgottesdienst, den wir im Jahr 2012 in unserer Kirche gefeiert haben. 110 Jahre Frauenhilfe sind auch einen Rückblick wert: Den ersten Anstoß zur Frauenhilfsarbeit gab es erst um die Jahrhundertwende. Damals hielt die Technik Einzug in das Arbeitsleben. Die Industriegebiete drückten dem Leben der Menschen ihren Stempel auf und vom Schwung dieser fortschrittsgläubigen Zeit wurden auch Frauen und Mütter betroffen, teils aus Not, teils freiwillig. Die Berufsarbeit der Frauen setzte ein und damit eine Zeit der Überforderung vieler Frauen und Mütter. Gesundheitliche Schäden zeigten sich.Hier war der nächste Anstoß zur Frauenhilfearbeit. Es wurden Krippen, Horte und Kindergärten eingerichtet.

Bereits 1907 begann die Frauenhilfe mit einer Erholungsfürsorge für Kinder und Mütter. Im ersten Weltkrieg wurde in Eberstadt ein Lazarett eingerichtet, in dem die Frauen als Hilfsschwestern gearbeitet haben. Nach dem Krieg bewirtschafteten die Frauen gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt eine Suppenküche. Im Jahr 1931 wurde das   Gemeindehaus eingeweiht. Danach fanden die Zusammenkünfte der Frauen im Gemeindehaus statt. Während des zweiten Weltkrieges wurden Diakonissen im Gemeindehaus untergebracht und erst nach dem Krieg haben sich die Frauen wieder regelmäßig getroffen. Schon damals war die Frauenhilfe auch Bildungsstätte. Es wurde Theater gespielt, Geschichten und Gedichte vorgelesen, gesungen, gestrickt, genäht, Kaffee und Kuchen angeboten und es wurden gemeinsame Ausflüge organisiert. Die Gemeindefahrten entwickelten sich und fanden großen Zuspruch. Damals, wie auch heute, fand und findet die Frauenhilfe ihren Mittelpunkt in der Bibelarbeit. Alle amtierenden Pfarrer haben in ihrer Zeit die Frauenhilfe begleitet und unterstützt.

Auch der Weltgebetstag ist alljährlich Thema in der Frauenhilfe. In den Zusammenkünften wird das jeweilige Weltgebetstagsland vorgestellt und mit benachbarten Gemeinden der ökumenische Gottesdienst vorbereitet und gefeiert. Die Frauenhilfe ist im Wandel. Ab Oktober 2012 ist die Stelle der geschäftsführenden Pfarrerin im Verband neu besetzt. Aus dem Nachbarland Frankreich kommt das Motto für den Weltgebetstag 2012: "Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen" - und mit diesem Zitat aus Matthäus 24, Vers 35 können wir alle zuversichtlich nach vorne schauen.

Wir laden ein, unsere Treffen durch regen Besuch zu unterstützen und das Weltgebetstagsmotto zu beherzigen.